Am 30. und 31. Mai 2026 verbrachten wir erneut ein Trainingswochenende auf dem Gelände von Estelle Preti von Espo Dog in Heitenried (FR). Dort fanden wir ideale Bedingungen für die Ausbildung unserer Hunde vor.
Mit acht Hundeführern, drei Begleitpersonen und insgesamt elf Hunden war eine erfreulich grosse Gruppe angemeldet. Besonders erfreulich war die Teilnahme von zwei Hundeführern mit ihren Welpen aus der Foxterrier-Zuchtstätte von Monika Meier, «vom Frauenbrünneli».
Bei sommerlich heissen Temperaturen lernten sich die Hunde auf der grosszügigen Wiese bei verschiedenen Übungen kennen. Sozialisierung, Unterordnung, aber auch Spiel und Spass standen dabei im Vordergrund.
Mit Erstaunen stellte ich fest, dass der vor zwei Jahren noch fliessende Bach im Wald inzwischen ausgetrocknet war. Nach den ersten Übungen und einer kurzen Pause dislozierten wir deshalb an die Sense, wo wir ideale Bedingungen für die Wasserarbeit vorfanden. Einerseits gab es ruhige, beinahe stehende und seichte Wasserbereiche, andererseits auch tiefere Abschnitte mit spürbarer Strömung. Die flachen Stellen eigneten sich hervorragend, um die Welpen behutsam an das Wasser zu gewöhnen, während die erfahreneren Hunde im strömenden Wasser arbeiten konnten.
Besonders interessant war zu beobachten, wie sich Foxterrier, die bisher noch nie mit Strömung konfrontiert gewesen waren, sofort auf die veränderten Bedingungen einstellten und ihre Schwimmtechnik entsprechend anpassten. Nachdem die Hunde erste Erfahrungen im fliessenden Wasser gesammelt hatten, begannen wir mit dem Apportiertraining.
Dabei zeigte sich einmal mehr, dass auch nach einer bestandenen Prüfung regelmässiges Üben unerlässlich ist. Ohne kontinuierliches Training lassen Leistung und Sicherheit des Hundes nach. Da muss sich auch der Schreibende selbst an der Nase nehmen. Leider stehen in vielen Kantonen kleinere Gewässer wie Teiche oder Seen unter Naturschutz, sodass dort keine Wasserarbeit mit Hunden durchgeführt werden darf. Gleichzeitig ist für die Ausübung der Wasserjagd ein geprüfter Hund vorgeschrieben. Das erschwert die Trainingsmöglichkeiten erheblich und wirkt teilweise etwas widersprüchlich.
Nicht nur die Hunde wurden dabei nass. Auch der eine oder andere Hundeführer bekam feuchte Füsse, denn manchmal muss man seinen Hund aktiv motivieren, den Schritt ins Wasser zu wagen.
Nach der intensiven Arbeit kehrten wir auf das Trainingsgelände zurück, versorgten zunächst die Hunde und gönnten anschliessend auch uns selbst eine wohlverdiente Stärkung. Beim gemeinsamen Apéro, selbstgemachter Pizza sowie Meringues mit Doppelrahm kam niemand zu kurz. Über mangelnde Kalorienzufuhr konnten wir uns jedenfalls nicht beklagen. In gemütlicher Runde wurde über Foxterrier, die Jagd und allerlei andere Themen diskutiert. Es war ein rundum gelungener und geselliger Abend.
Nach einem kräftigen Frühstück stand am Sonntagmorgen der Hindernisparcours auf dem Programm. Er bot verschiedene Schwierigkeitsgrade und stellte sowohl die Hunde als auch ihre Führer vor spannende Herausforderungen. Die Hunde wurden schrittweise an die einzelnen Hindernisse herangeführt, wobei stets vom Einfachen zum Schwierigen übergegangen wurde. Es war besonders interessant zu beobachten, wie unterschiedlich die Charaktere der einzelnen Hunde ausgeprägt waren: Der eine war mutig und forsch, der andere eher vorsichtig und zurückhaltend.
Am späteren Vormittag widmeten wir uns der Nasenarbeit und dem Apportieren. Für jeden Hund wurde eine eigene Schleppe mit einem verendeten Kaninchen gelegt. Auch hierbei zeigte sich deutlich, wo die individuellen Stärken und Schwächen liegen. Die Nase der Foxterrier funktionierte hervorragend, beim Apportieren besteht hingegen bei einigen noch Verbesserungspotenzial.
In einem Wochenendkurs kann lediglich aufgezeigt werden, was und wie trainiert werden sollte und wo bei jedem einzelnen Hund die Schwerpunkte zu setzen sind. Das eigentliche Training findet jedoch zu Hause statt – und zwar immer wieder.
Es war ein lehrreiches und abwechslungsreiches Wochenende für Hunde und Hundeführer. Auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz. Die Begeisterung aller Teilnehmenden war spürbar, und deshalb haben wir das Datum für das nächste Trainingswochenende am 29. und 30. Mai 2027 bereits reserviert.
Der Jagdhundeobmann
Heinz Steger
Vorschau:
Sonntag, 27.09.2026, vormittags
Jagdhundeübung 1/2 Tag
Samstag/Sonntag, 29./30. Mai 2027
Trainingswochenende Heitenried
Infos und Anmeldung: Vizepräsident//Jagdobmann Heinz Steger, E-Mail: heinz.steger@foxterrier.ch