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SFC, Jagdhundeausbildung im Schwarzwildgewöhnungsgatter Louisgarde

  

Am 29. und 30.06.2018 hat die Jagdhundegruppe des Schweizerischen Foxterrier-Clubs eine 2-tägige Ausbildung im Saugatter Louisgarde absolviert. Im Rendezvous-System traf man sich am 29.06.2018 früh an verschiedenen Standorten und fuhr teilweise gemeinsam die 350 km bis zum Bestimmungsort. Erstaunt über die flüssige Anfahrt (ohne Staus auf der deutschen Autobahn) haben wir frühzeitig unser Hotel in Taubenrettersheim erreicht, konnten einchecken und uns noch einen kleinen Willkommenstrunk erlauben. Nachdem die Hunde auch versäubert wurden, verschoben wir uns alle mit unseren 5 Drahthaar-Foxterrier und einem Border-Terrier zum Trainingsgelände.

In der Schweiz hat die Schwarzwildpopulation in den letzten Jahren stark zugenommen und damit auch die Schäden an den landwirtschaftlichen Kulturen. Die Aufgabe der Jagd ist heute, die Regulierung des Bestandes, damit die Schäden in einem verträglichen Verhältnis bleiben. Um die Stöberhunde auf das wehrhafte Wild vorzubereiten, sind die Schwarzwildgewöhnungsgatter schon seit mehreren Jahren in Deutschland und auch in Frankreich Standard bei der Jagdhundeausbildung.

Das Schwarzwildgewöhnungsgatter Louisgarde ist eine Einrichtung des Landes Jagd Verband Baden-Württemberg und ermöglicht eine kontrollierte und tierschutzgerechte Begegnung des Hundes mit wehrhaftem Wild. Dabei wird der Hund in mehreren Schritten an das Schwarzwild herangeführt. Die notwendige Stöberarbeit (für die der Foxterrier heute hauptsächlich jagdlich eingesetzt wird) der Hunde am Schwarzwild wird im Gatter simuliert. Dabei stehen verschiedene Gatter zur Verfügung

von fast zahmen bis zu etwas wilderen Sauen. Die wichtigsten Ziele sind:

- der Hund wird langsam an das Schwarzwild herangeführt.

- der Hundeführer weiss, wie sein Hund auf das Schwarzwild reagiert

- Verhaltensanpassung des Hundes an das Wild, auch durch Unterstützung des Hundeführers

- Vermeidung von Selbstgefährdung des Hundes

Durch die sehr warmen Temperaturen und das Heranführen der Hunde an die Sauen – was auch für die Hundeführer mit viel laufen resp. rennen verbunden war – war die Truppe froh, die konditionellen Strapazen überwunden zu haben. Es konnte jeder Hundeführer an beiden Tage je eine Trainingseinheit absolvieren und weiss nun, wie sein Hund auf Sauen reagiert und wie er ihn optimal einsetzen kann. Kurz nach Mittag traten wir dann die Heimreise wieder an und konnten am Abend bereits wieder im Kreise unserer Familie von interessanten Erfahrungen erzählen.

Der Jagdhundeobmann

Heinz Steger