Ausdauerprüfung

 

Was gibt es schöneres als etwas mit seinem Hund zu unternehmen. Auf ein Ziel hinzuarbeiten. Gemeinsam unterwegs zu sein. Genau diese Möglichkeit hatte ich bei der Vorbereitung auf die Ausdauerprüfung. Dazu muss man in keinem Hundesportverein trainieren und es ist trotzdem ein guter Einstieg in die „Hundesportwelt“.

 Die AD wie die Prüfung im TKGS heisst ist eine offizielle Hundesportprüfung die im roten Leistungsheft eingetragen wird. Auf Wunsch gibt es bei bestandener Prüfung auch einen Eintrag in der Abstammungsurkunde. Denn die AD ist nicht einfach eine Sportprüfung sondern eher als ein Fitnesstest für (Zucht-)Hunde gedacht. Ursprünglich war die Prüfung für die Zuchtauswahl der Boxer vorgesehen. Auf dem 20 km langen Lauf werden vor allem das Herz und die Fitness der zukünftigen Zuchttiere getestet. So gibt es einen gründlichen Gesundheitscheck von einem Tierarzt vor dem Start. Der Lauf ist in 3 Teilstrecken von 8 km, 7 km und 5 km gegliedert. In jeder Pause wird der Hund wieder von einem Tierarzt genauestens überprüft ob das Gangwerk o.k. ist, wie die Pfoten aussehen und ob sich das Herz wieder genügend schnell erholen kann. Es geht nicht um Geschwindigkeit, im Gegenteil wer zu schnell ist scheidet aus der Prüfung aus, wer zu langsam ist auch. Die Zielgeschwindigkeit beträgt 12-15 km/h. Der Hund kann also in einem gemütlichen Trab neben dem Velo herlaufen. Oder der Mensch läuft auch (wenn er das Tempo einhalten kann) oder nimmt das Trotti.

 Im Ziel angekommen gibt es noch eine kurze Leinenführigkeitsübung in der Wendungen, ein Sprung und Sitz und Platz gezeigt werden.

 Wichtig ist eine gute Vorbereitung und ein regelmässiges Lauftraining. Die Empfehlung  ist frühestens mit dem Alter von 12 Monaten mit dem Training zu beginnen. Die Hunde sind ab 16 Monaten zur Prüfung zugelassen. Mit meinem Hund habe ich mit ca. 18 Monaten mit dem Training am Velo begonnen. Dazu muss er schon gut leinenführig sein und einen guten Grundgehorsam besitzen.

 Hier kommt ein kurzes Beispiel des Trainingsaufbaus wie ich es mit meinem Hund gemacht habe.

  •  Mit 18 Monaten mit dem Hund an der lockeren Leine, ich schiebe das Velo. Ich in der Mitte.
  • Sobald das gut klappt, nach mehreren Tagen üben schiebe ich das Velo mit der rechten Hand und halte die Leine mit der rechten Hand. Der Hund läuft nun neben dem Velo, ich links davon. Der Hund läuft noch mit recht viel Abstand. Er trägt ein Hundegeschirr und wenn er wegzieht gebe ich ihm mehr Leine.

  • Dies übe ich mit dem Hund sehr lange und geduldig bis er von alleine nahe am Velo läuft. Dies ist sehr wichtig. Ich empfehle es nicht den Hund am Springer oder sonst am Velo anzubinden. Die Leine in der Hand halten.

  • Wenn das locker und ohne Stress für den Hund ist kann ich aufs Velo steigen und langsam fahren so dass der Hund läuft, nicht trabt. Der Hund läuft rechts vom Velo.  Am Besten im Wald eine gerade Strecke. Bei Kurven und Ablenkung sehr vorsichtig, der Hund sollte nicht zu weit vorne laufen, damit er nicht vors Rad kommt.

  • Wenn das gut klappt kann das Tempo gesteigert werden. Am besten mit einem Velocomputer das Tempo überprüfen. Anfangs den Hund das Tempo bestimmen lassen. Mit der Sicherheit und der Freude kommt auch das richtige Tempo. Meist braucht es dann keinen Tacho mehr.

  • Kommandos einführen. Halt, Rechts und Links oder Vorsicht haben sich sehr bewährt. Los und Lauf für den Start oder das Tempo.

  • Nun die Teilstrecken der Prüfung üben. Langsam steigern und die Teile zusammenhängen. Die Pausen wie an der Prüfung nicht vergessen.

 Wenn der Hund freudig die 20 km mitläuft und seine Pfoten das Mitmachen könnt ihr euch für die Prüfung anmelden.

 Hier gibt es das vollständige Prüfungsreglement. Und hier geht es zur Anmeldung.

 

Viel Spass beim Üben und viel Glück an der Prüfung wünscht euch

Caroline Schütz